Freitag, 30. Januar 2009

Meine Schule

Ich gehe auf die Ursuline Secondary School in Blackrock, Cork ins 5th Year. In meiner Klasse sind alle ein Jahr aelter als ich, da ich normalerweise ins Transition Year, also ins 4th Year gehoert haette. Aber ich komme trotzdem im Unterricht gut mit, ich verstehe die Lehrer und auch das, was wir machen, obwohl es komplett anders ist als das, was ich in Oesterreich in meiner Schule mache.

Es gibt drei Klassen in meinem Jhrgang, 5.1, 5.2, und 5.3. Ich gehe in die Klsse 5.2 aber der gesamte Jahrgang ist immer durchgemischt, je nachdem welche Faecher man hat.
An der Schule sind sehr viel aus dem Ausland, am meisten von Deutschland. In meinem Jahrgang sind 3 Deutsche und in dem Jahrgang unter mir sind 4 Deutsche. Ausserdem ist noch eine Lettin da und ein paar Maedchen von Polen.

Ich habe die Schuluniform schon kurz mal erwaeht. Sie besteht aus einem blauen Jumper (das ist ein dickerer Pullover), einer grauen Bluse und grauen Hosen oder einem blauen Rock mit grauen Strumpfhosen. Jede Schuelerin muss graue Socken anhaben und schwarze Schuhe tragen. Das Tragen von Schmuck ist nicht erlaubt, mit Ausnahem von Steckohringen und einem Ring.
Manche Lehrer sind sehr streng, aber den Meisten macht es nichts aus, wenn man sich nicht exakt an die Vorschriften haelt. Gegen eine Kette und mehrere Ringe hat niemand etwas einzuwenden und auch mit den Socken sind nicht alle so genau. Ich habe es einmal sogar geschafft, lange Ohrringe zu tragen, was ich aber lieber nicht noch mal roskiere, denn dann besteht die Gefahr, dass man eine sogenannte "discipline card" bekommt. Das ist ein bunter DinA4 Zettel, den die Schuelerin mit sich herumtragen und jeden Lehrer unterschreiben lassen muss.

Unter Schuluniform tragen (fast) alle noch ein T-shirt oder sogar einen Pullover, damit man nicht erfriert. Wie gesagt, mit dem Heizen haben's die Iren nicht so :)

Der Jumper macht unglaublich dick, aber ich kann trotzdem ein Foto von mir mit Schuluniform reintun.

Jaja, ich bin eitel, aber in Wirklichkeit bin ich gar nicht dick xDDD
O gott, das hoert sich ja echt total selbsteingenommen an, sorry !!

Meine Gastfamilie


Diesen Post moechte ich meiner supernetten Gastfamilie widmen.
Ich bin so froh, dass ich genau bei euch gelandet bin!

Ich verstehe mich mit meinen Gasteltern total gut, und meine 3 Gastgeschwister sind auch total lieb, wenn auch alle ein bisschen verrueckt sind.
Aber das ist umso besser, denn dann passen sie prima zu mir :)


In meiner Familie ist auch noch eine Spanierin, Ptricia, Sie st ein Jahr juenger als ich, 15, und geht auf dier gleiche Schule wie ich. Auch mit ihr verstehe ich mich total gut!

Auf dem Foto koennt ihr einen Teil meiner Gastfamilie sehen. Vorne ist meine Gstschwester Patricia aus Spanien und ich, hinten sieht man meine Gastmutter Brenda, mein Gastvater Peter und meine aelteste Gastschwester Mairead (25) mit der Katze Chippie. Sie ist Zahnaerztin in Cork.
Nicht auf dem Foto sind mein Gastbruder Matthew (21) und meine andere Gastschwester Una (23). Matthew geht aufs College in Dublin, deswegen ist er nur an dem Wochenenden da :(
Und Una hat das Foto gemacht :)
Es war mein Geburtstag und meine Gastfamilie hat mir einen dicken Pulli geschenkt und einen Kuchen fuer mich gemacht !! Lieb, oder ??

Warum Iren keinen Regenschirm benutzen und andere kurze Geschichten :)





(Mein Zimmer und unser Garten)

Habe ich schon mal erwaehnt, dass Irland super ist? Ich kann's einfach nicht oft genug sagen !!

Irland ist fuer seine Gastfreundschaft bekannt- und das nicht umsonst! Die Iren und Irinnen sind so freundlich, offen und zuvorkommend! Die Woerter, die ich in der Schule am Oeftesten zu hoeren bekomme, sind "Good girl" uns "sorry". Jeder Lehrer (generell jeder Erwachsene) sagt zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit "good girl". Damit meint man "well done" oder "great" oder man haengt es einfach an den Namen an. Da sieht man schon, dass die Iren ein freundliches Volk sind, einfach indem sie immer und ueberall "good girl/boy" anhaengen :)

Man entschuldigt sich auch mindestens 100 Mal am Tag- wenn nicht oefter. Auch wenn man nichts Falsches getan hat, auch wenn man eigentlich gar keinen Grund hat, sich zu entschuldigen- es reicht, wenn man einfach denkt, es ist angebracht, mal eben "sorry" zu sagen. Man entschuldigt sich auch, wenn ein Anderer sich entschuldigt, das heisst wenn jemand "sorry" zu dir sagt, auch immer schoen brav mit "sorry! No problem!" antworten... Man gewoeht sich schnell daran, es ist einfach unglaublich freundlich und hoeflich.

Wie euch sicherlich schon aufgefallen ist, gibt es bei meiner Tastatur kein Umlaut o, u oder a. Es gibt auch kein scharfes S und y und x sind vertauscht. Anfangs habe ich statt "hey" immer "hez" geschrieben. Auch viele Sonderzeichen sind vertauscht und es hat seine Zeit gebraucht, bis ich alle gefunden habe.

Ich glaube, ich habe geschrieben, dass in Irland ueberraschend gutes Wetter ist. Nun, das muss ich leider zuruecknehmen, ich hatte die erste Woche einfach sehr grosses Glueck :)
Es regnet in der Tat sehr sehr oft, man muss wirklich froh sein, wenn es einen ganzen Tag nicht regnet, das kommt sehr selten vor. Meistens ist es in der Frueh bewoelkt und am Vormittag faengt es an zu regnen. Wenn man Glueck hat, gibt es ein paar trockene Stunden, aber das ein ganzer Tag trocken ist, ist die Ausnahme. Wenn es allerding wirklich einen Tag mal nicht regnet, scheint meistens die Sonne und es ist schoen warm. Das Wetter ist hier ueberhaupt sehr mild, auch wenn ide Iren immer sagen "Oh, it's soo cold!". Die Haeuser sind allerdings sehr spaerlich beheizt, man muss sich wirklich warm anziehen! Ein guter Rat: packt euch viele kuschelig warme Pullis ein, ihr werdet sie brauchen!
Das gute am Regen ist, dass Irland so wunder-wunderschoen gruen ist! Ich habe mich wirklich in diese Landschaft verliebt! Also denke ich mir immer, wenn es wieder mal durchregnet: "dafuer wird Alles wieder gruen!"

Und trotzdem benutzen die Iren nie einen Regenschirm.
Warum?
Nun, das ist ganz einfach: es geht nicht.

Da Irland eine Insel ist, weht oft ein starker Wind, und wenn man dann einen Regenschirm benutzen wuerde, waere man so sehr damit beschaeftigt, aufzupassen, dass er nicht davon fliegt, dass man unweigerlich patsch nass wird.
Also besser: Kapuze drueber oder einfach nass werden :)

Montag, 19. Januar 2009

Ich liebe Irland!




(Ausblick aus meinem Fenster in meinem Zimmer)


Es gibt eine Eingewoehnungzeit, und die ist sehr schwierig. Aber wenn man sich einmal eingewoehnt hat, geht alles viel besser.
Ich glaube, ich habe diese Eingewoehnungszeit gemeistert, denn jetzt geht es mir total gut!
Ich bin so gluecklich hier in Irland, ich liebe die Landschaft und ich liebe die Stadt Cork!

Ich glaube, ich habe meine 2. Heimat gefunden!

Heute ist ein wunderschoener Tag, die Sonne scheint und es ist sehr mild und warm. Ich kenne mich jetzt endlich aus in meiner Umgebung, ich finde zur Schule und in die Stadt und zum Supermarkt und auch wieder zurueck heim.

Es ist Montag, aber ich habe schulfrei, "Staff meeting". Am Nachmittag gehe ich in die Stadt mit meinen zwei neuen Freundinnen. Sie heissen Lilly und Kaya und kommen beide aus Deutschland. Mit den Irinnen hat es noch nicht geklappt, aber ich bin auch erst knappe zwei Wochen hier.

Gestern war ich mit Kaya und Lilly im Kino, "Twilight". Der Film war wirklich sehr gut, auch wenn der Projektor genau an der spannendsten Stelle den Geist aufgegeben hat :)

Alles in Allem bin ich hier sehr sehr gluecklich und zufrieden!
Ich bin schon gespannt auf meine naechsten kleinen Abenteuer und Entdeckungen...

Dienstag, 13. Januar 2009

Die ersten Eindruecke...

Jetzt bin ich seit fast einer Woche in Irland und habe bereit viele neue Eindruecke und Erfahrungen gemacht, von denen allerdings nicht alle positiv sind.
Aber alles schoen nach der Reihe...

Landschaftlich ist Irland genau so, wie ich mir das vorgestellt habe: gruene Wiesen, flache Ebenen, alte Mauern, Schafe, Kuehe und Pferde.
Die Luft ist viel milder als in Oesterreich und riecht auch sehr nach Meer. Das Wetter ist ueberraschender Weise ziemlich gut, blauer Himmel, Wolken, Wind und leichter Nieselregen waechseln sich ab, wobei das schoene Wetter ueberwiegt.

Mit meiner Gastfamilie habe ich wirklich grosses Glueck gehabt, meine Gasteltern sind sehr nett und auch mit meinen Gastgeschwistern verstehe ich mich gut.
Es ist auch noch eine Spanierin in der Familie, und auch sie ist ganz okay, wenn auch ein wenig eigen.

Glueklicherweise verstehe ich die Leute hier, sowohl meine Gastfamilie als auch meine Lehrer in der Schule. Bei den Teens in meinem Alter hingegen bekomme ich allerding nur die Haelfte mit von dem, was sie reden. Die Kinder reden untereinander wahnsinnig schnell und mit einem sonderbaren Dialekt. "But" zum Beispiel sprechen sie wie"busch" aus.

Ich gehe in eine sehr kleine Schule, aber das aendert nichts an der Tatsache, dass ich mich noch nicht auskenne. Mein Orientierungssinn ist naemlich von jeher ziemlich unterentwickelt :)
In der Schule muessen alle Maedchen (ich gehe in eine reine Maedchenschule) eine Schuluniform tragen, wobei sie zwischen Rock und Hose waehlen koennen. Ich habe mich, weil das viel praktischer und bequemer ist, fuer die graue Hose entschieden.

In meiner Klasse sind drei Maedchen aus Deutschland, was aber nicht unbedingt ein Vorteil ist. Die Irinnen sind im Allgemeinen nicht so offen und schliessen nicht leicht Freundschaften. Es ist nicht leicht, Zugang zu ihnen zu finden, obwohl sie alle sehr nett und sympathisch sind (soweit ich das beurteilen kann). Die Deutschen reden, verstaendlicherweise, Deutsch untereinander und das tragt natuerlich einen grossen Teil dazu bei, dass die Irinnen und die Deutschen sich nicht sehr nahe kommen. ich finde das sehr schade, weil ich jetzt naemlich gezwungen bin, zwischen den Deutschen und den Irinnen zu waehlen, denn wenn ich immer mit den Deutschen reden, werde ich die Irinnen nie naeher kennenlernen und umgekehrt.

Der erste Monat ist der schwierigste, sagen alle Auslandsschuelerinnen einstimmig. Diesen Monat moechten sie nicht noch einmal durchmachen muessen.
Nun erfahre ich an meinem eigenen Leib, was sie damit meinen und wie recht sie haben.

Bis man sich eingewoehnt hat und das Leben zum Alltag wird, das dauernd seine Zeit.
Ich fuehle micht oft sehr einsam, ganz allein auf der Welt.
Ich bin es gewoehnt, immer jemanden um mich zu haben, sei es die beste Freundin oder ein Elternteil oder mein Bruder oder sonstjemand.
Hier bin ich ganz auf mich gestellt, hier habe ich niemanden der mir sagt, da geht's lang oder so geht das oder Aehnliches.

Manchmal denke ich "Ja, das war wirklich die richtige Entscheidung, Irland ist toll!" und manchmal denke ich einfach nur "Ich will heim!"
Dann geht's mir ziemlich mies und ich fuehle mich so schrecklich allein und dann denke ich, ich halte das nicht mehr fuenf Monate durch. Fuenf Monate ohne meine Freunde, ohne meine Familie.
Fuenf Monate in denen ich niemanden habe, mit dem ich ueber meine Gefuehle sprechen kann, der fuer mich da ist wenn ich allein bin, der mich troestet wenn ich traurig bin.
Niemanden, mit dem ich shoppen gehen kann, der mit mir ins Kino geht, mit dem ich reden kann, bei dem einfach nur ich sein kann.

Natuerlich ist das jetzt ziemliche Schwarzmalerei, aber manchmal fuehle ich mich genauso.
Ich weiss natuerlich, dass ich nicht erwarten kann, nach nicht einmal einer Woche schon eine neue beste Freundin zu haben. Und trotdem faellt es mir oft sehr schwer, das zu akzeptieren und mir und den Leuten um mich herum Zeit zu lassen...

Sonntag, 4. Januar 2009

2 Tage vor der Abreise...

Der Koffer gepackt, die Lieben zuhause verabschiedet- die Reise kann losgehen!


Ich wurde von Vielen gefragt, ob ich schon aufgeregt bin. Und bis jetzt habe ich immer "nein" gesagt. Ich konnte mir einfach nicht so richtig vorstellen, dass ich wirklich für fünf Monate verreisen werde. Irgendwie kam es mir immer so unwirklich vor.

Jetzt, da die Abreise direkt vor der Tür steht, bin ich schon etwas kribbelig und auch ein wenig aufgeregt.
Wie werde ich aufgenommen? Wie wird mir die Schule gefallen? Was erwartet mich dort eigentlich? Werde ich sehr Heimweh haben? Werden mir meine Familie und meine Freunde sehr fehlen?



Ich bin schon sehr gespannt auf Irland und freue mich schon, wenn das Flugzeug landet und ich meinen Fuß zum ersten Mal auf irischen Boden setzen werde!


Irland, ich komme!